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Der Klang der Psalmen Wie ein Fluss zwischen zwei Ufern

herr
ich weigere mich
das gebet als waffe einzusetzen
ich wünsche es als einen fluss
zwischen zwei ufern
denn ich suche weder strafe noch gnade
sondern eine neue haut
die diese welt ertragen lässt

SAID

 Psalmen – diese uralten Gebete, sind sie heute noch aktuell?

Gilt Martin Luthers  Behauptung, dass jeder, in welcher Lage er auch ist, Worte darin findet, die sich auf seine Lage reimen und so auf ihn passen, als wären sie nur um seinetwillen so geschrieben, heute noch?

Wie kann man jubeln angesichts der täglichen Katastrophenmeldungen?

Wie kann man klagen angesichts des immensen Wohlstands in dem wir leben?

In den Psalmen werden Gefühle geäußert und zwar ungeschminkt: höchstes Glück, Todesverlassenheit, Hoffen, Jubel, Verzweiflung und immer wieder Aggressionen gegen Mächtige und Intriganten. Die Psalmen wagen sogar, was in den Kirchen nicht gerade üblich ist: Sie gehen ins Gericht – und zwar mit Gott höchstpersönlich. 

Alte biblische Psalmen, neue Psalmgedichte des seit 1965 in München lebenden Exiliraners SAID und Cellokompositionen vom Barock bis zur Gegenwart – Konzert, Theater, Lesung – ein Programm von erstaunlicher Aktualität.

Die Ausführenden sind Mechthild und Michael Staemmler (Figurentheater GINGGANZ) und Paula Fuchs, Cello

Der Artikel ist mit Genehmigung des Autors veröffentlicht.
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