Figurentheater Gingganz

Inszenierungen

1984

Christian Morgenstern
Galgenlieder


Wer kennt sie nicht: Das Nasobem, den Nachtschelm, das Siebenschwein und die vielen anderen Merkwürdigkeiten der Galgenpoesie.
Christian Morgenstern schrieb zu seinen Galgenliedern: Die Galgenpoesie ist ein Stück Weltanschauung. … Man sieht vom Galgenberg die Welt anders an und man sieht andere Dinge als Andere.
Eine Bühne, die nur aus schwarzen und durchsichtigen Plastikfolien zu bestehen scheint, ein Bilderrahmen, der den verschiedenen Figuren meist zu klein ist, lebende Illustrationen, Phantasie-Anstöße, die genug Freiraum für eigene Bilder lassen.
Spieler: Michael Staemmler
Figuren und Szenografie: Michael Staemmler
Musik: Heiner Kontschak
Regie: Mechthild und Michael Staemmler

1985

GENOVEVA
Die Pfalzgräfin von Trier

Drehen wir die Zeit einmal um hundert Jahre zurück – kein Fernsehen, kein Radio, kein Telefon. Oft fand man sich zusammen und spielte Theater: Faust, Hamlet, der Freischütz – im Wohnzimmer. Die Akteure, die Kulissen, die Bühne – alles aus Papier. Papiertheater – Die Illusion des großen Theaters im Kleinen, für den Hausgebrauch. In dieser Zeit, der Blüte der Deutschen Romantik, erregte auch das Schicksal der leidgeprüften Pfalzgräfin Genoveva die Gemüter der Zuschauer. Intrigen, Heuchelei und Eifersucht auf der einen, Treue, Standhaftigkeit und Liebe auf der anderen Seite machten dieses Herz- und Seelenstück zu einem Klassiker des Puppentheaters.
Und heute …? In unserem hypertechnisierten Zeitalter haben dieses Drama und dieses Papiertheater einen ganz neuen Reiz bekommen. Ein musealer Hauch weht durch den Vorhang und hinterlässt eine Ahnung von dem, was wir eigentlich sind: Kinder, die spielen wollen.

Spieler: Michael Staemmler
Regie: Mechthild und Michael Staemmler

1985

ASCHENPUTTEL

Es war einmal … So beginnt das Märchen vom Aschenputtel. In unserem Stück beginnt der Kasper mit großen Klamauk die Vorstellung. Der Vorhang klemmt, das Notizbuch ist weg, alles geht schief, bis er endlich seine Bekanntmachung loswerden kann: Alle Mädchen der Stadt sind zu einem großen Fest im Schloss eingeladen, damit sich der König eine Frau aussuchen kann.
Eigentlich ist alles wie im Märchen und doch ganz anders. Zu Schluss aber gibt es ein glückliches Ende. Und dafür sorgt mit Pfiffigkeit und Witz – Der Kasper.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Musik live
Regie, Figuren und Szenografie:
Mechthild und Michael Staemmler
Nach einer Vorlage von Dietmar Müller

1986

MÖGEN HÄTTEN WIR SCHON WOLLEN,
aber trauen haben wir uns nicht dürfen
Karl Valentin-Szenen

„Möglich, dass Karl Valentin die Welt verkehrt sieht und dass sie ihm dadurch so unverständlich und sinnlos vorkommt. Aber auch möglich, dass wir sie verkehrt sehen und der Valentin sieht sie richtig. Es ist das nicht auszumachen. Man kann sich darüber nicht einigen und so lacht man über die Diskrepanz. Aber es ist einm seltsames Lachen, das da ausgelöst wird. Nicht von einem Komiker, nicht von einem Schauspieler, sondern von einem Menschen, der den Tiefsinn des Blödsinns entdeckt hat.“ Franz Blei

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren: Michael und Mechthild Staemmler

1987

Lirum Larum Löffelstiel
Kinderreime aus dem Koffer

Ein Clown, ein alter Koffer, eine Quetschkommode und viele Kinderreime und Lieder zum Mitmachen. Gespielt werden die Reime mit den verschiedenstn Gegenständen: Handschuhen, Kochlöffeln, Luftballons, Stoffen und Hüten.
Eine Mischung aus Puppentheater, Clownerie und Pantomime.
Ein Programm für kleine und große Leute für drinnen und draußen.

Spieler: Michael Staemmler
Szenografie: Michael Staemmler
Regie: Mechthild und Michael Staemmler

1987

Die Nachtigall
Ein Schattenspiel nach dem Märchen
von Hans Christian Andersen

Die Geschichte erzählt vom chinesischen Kaiser, in dessen Reich eine Nachtigall so wunderbar singt, dass alle von ihrem Gesang begeistert sind. Natürlich muss diese Nachtigall auch am Hof des Kaisers singen. Der Kaiser befiehlt nun, dass sie in seinem Schloss bleiben und ihm jeden Tag etwas vorsingen soll. Eingesperrt in einen goldenen Käfig wird sie krank. Doch schon ist Ersatz da: Eine künstliche Nachtigall, die jederzeit und auf Befehl singen kann, bis eines Tages…

Die Grenzen der Technik und die Fehlbarkeit des Menschen – Hans Christian Andersen hat vor über hundert Jahren ein Märchen darüber geschrieben.

Spiel: Mechthild Staemmler
Figuren: Mechthild Staemmler
Musik: Christian Hartung, Jörg Schillinger, Volker Schönhart
Regie: Peter Hauck

1988

DON CARLOS, DER INFANTERIST VON SPANIEN
oder Das kommt davon, wenn man seine Stiefmutter liebt

Ein Drama für zwei Spieler, zehn Marionetten, Akkordeon und kleines Schlagzeug.
Sehr frei nach Friedrich Schiller, bedeutend verbessert von Silvius Landsberger und endlich neu in Szene gesetzt durch unser Theater

Ein rauschendes Sensationsdrama aus dem vorletzten Jahrhundert, Freud und Leid vom Infanteristen Don Carlos, die Intrigen um die spanische Krone und die ach so schweren Probleme vom König Philipp von Spanien – alles echt – in Holz und Pappe.
Aus dem deutschen Klassiker wird ein Stück in Augenhöhe, nicht ganz ernst gemeint und längst nicht so tragisch, wie Sie meinen.

Eine Inszenierung in der Tradition des Volkstheaters mit viel Klamauk, Mord und Totschlag und … keinem happy end

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren: Boris Sawitzky, Udo Grabowski
Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Musik live
Regie: Peter Hauck

1989

DIE BREMER STADTMUSIKANTEN
Ein Märchen mit Marionetten, Masken und Musik

Was macht man, wenn einem die Mehlsäcke zu schwer werden, wenn man auf der Jagd nicht mehr so richtig gut voran kommt, einem das Mäusejagen zu schwer wird oder einem beim Krähen die Stimme versagt.
Ganz einfach: Man geht nach Bremen und wird Stadtmusikant.
Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn, alle vier alt und zu nichts mehr zu gebrauchen, treffen sich auf der Landstraße. Hungrig und müde, von zu Hause verjagt, wissen sie nicht weiter. Doch die Landstraße ist allemal besser als der Tod und vielleicht ist ja bei der Bremer Stadtmusik noch eine Anstellung zu bekommen.
Gesagt – getan.
Doch der Weg nach Bremen ist weit und gefährlich…

Spieler: Michael Staemmler
Figuren: Boris Sawitzky, Michael Staemmler
Masken: Heiko Brockhausen
Musik live
Regie: Peter Hauck

1991

CIRCUS CIRCUS – Ein  kleiner Circus ganz groß

Wenn der Circus kommt, sind alle dabei. Der kleine Circuswagen mit der Pauke steht schon da. Das Publikum ist gespannt.
Ein Trommelwirbel, ein Tusch – und schon geht´s los.
Herr Direktor Fratellini und seine Assistentin präsentieren dem Publikum ihren CIRCUS CIRCUS .

Internationale Artisten mit atemberaubenden Kunststücken sind zu sehen:
Aus Frankreich – Monsieur Philipp mit seinem Einrad
Aus Indien – Der Löwe Dschingis Khan
Aus der Schweiz – Clown August
Aus Hamburg – Ada, die Riesendame
Aus Tausendundeinernacht: Der Fakir Hatschi el Fakiro
Aus Italien – Mirabella, das Mädchen mit dem schwingenden Reifen

Dabei kommt es natürlich immer wieder zu Verwicklungen zwischen dem Herrn Direktor und seiner Assistentin Maggi. Ob es um den kaputten Feuerlöscher geht oder um das Problem eine Absperrung für den Löwen aufzubauen oder um die Frage, wer die nächste Ansage machen soll – immer wieder bekommen sich die beiden in die Haare. So erleben die Zuschauer Spannung und Perfektion, Spaß und Poesie, nostalgische Circusmarionetten und Clownerie.

Spieler: Mechthild Staemmler, Michael Staemmler
Figuren: Barbara und Günter Weinhold
Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Regie:  Mechthild und Michael Staemmler

1993

.

WARTEN AUF GODOT
Von Samuel Beckett

Warten… Jeder kennt diese Situation. Samuel Beckett hat darüber eines der bekanntesten Bühnenstücke der Gegenwart geschrieben. Mit einfachen Worten und knappen, lakonischen Sätzen wird die Geschichte von Wladimir und Estragon erzählt. In unwirtlicher Gegend warten die beiden auf Godot. Mehr geschieht nicht.

Mehr geschieht nicht?

In einer stahlblauen Wellpappenbude, mit ausdrucksstarken Figuren und sparsamen Requisiten, entsteht unversehens eine höchst lebendige, zeitlos moderne Tragikomödie.
Gogo und Didi, die beiden skurrilen, abgerissenen Hauptfiguren, kennen das Spiel und die Spielregeln. In ihren Wortgefechten, ihren Gefühlsausbrüchen und in ihrer Lust und Verzweiflung am Leben spielen sie sich die Bälle zu – es geht nicht ums Gewinnen, nur ums überleben.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren: Barbara und Günter Weinhold
Regie: Hendrikje Winter, Max Schaetzke

1995

Hase und Igel und anderer Unsinn
Drei Märchen mit Musik

Ein Igel besiegt einen Hasen bei einem spannenden Wettlauf auf der Buxtehuder Heide, Hans im Glück tauscht einen Klumpen Gold, bis nicht mehr übrig ist, das tapfere Schneiderlein wähnt sich nach einem Schlag auf sieben Fliegen als Held und besiegt sogar Riesen …
Das gibt´s doch nur im Märchen … Und in unserem riesigen, roten Theatersessel.
Ja, dieser Sessel hat es in sich. Nicht nur weil er so groß ist. Aus seinen Ohren, Lehnen und Holzknöpfen tauchen Figuren auf: Helden und Schurken, Tölpel und Schlauberger. Aus dem Erzählen wird ein Spiel. Ein Spiel mit der Phantasie alter Märchen und neuer Musik. Ein Spiel mit den unmöglichen Möglichkeiten des Figurentheaters.

Spiel: Mechthild Staemmler
Figuren, Bühnenbild: Heiko Brockhausen
Musik: Barbara Buchholz, Regina Pasztuschik
Regie: Peter Hauck

1996

Der kleine König Dezember
nach dem Buch von Axel Hacke

In der Welt vom König Dezember ist alles umgekehrt. Am Anfang des Lebens ist man ganz groß und kann alles : lesen, schreiben, zurarbeitgehen, kompjuta-programmieren und geschäftsessen. Dann wird man immer kleiner und kleiner und kleines. Und je kleiner man wird, desto mehr vergißt man.Die Kindheit liegt am Ende des Lebens, und man hat etwas worauf man sich freuen kann. Da gibt es Drachen und Circus-clowns, Traumschachteln und saltospringende Omas, Riesen und Zauberer und einen Himmel voller Sterne – und wer will, kann sich einen Lieblingsstern aussuchen.
Der kleine König Dezember nimmt Herrn Huber mit auf eine Reise durch seine Welt – eine Welt der Träume und der Phantasie.
Und Herr Huber? Zuerst versteht Herr Huber gar nichts mehr und dann alles viel besser.

Spieler: Michael Staemmler
Figuren. Ralf Wagner
Musik: Barbara Buchholz, Regina Pasztuschik
Regie: Kattrin Kupke

1999

HEUTE: FAUST!

Es könnte so schön sein auf dem Olymp der Dichter.
Doch der Geheime Rat Johann Wolfgang von Goethe kommt nicht zur Ruhe. Verweile doch, Du bist so schön – ja, das wär’s. Doch noch ist es nicht soweit. Das letzte große Werk muß vollendet werden – Heute : Faust !
Und was kommt danach, wenn alles gesagt, alles geschrieben ist ? Wäre es nicht besser die Vollendung auf morgen zu verschieben, … oder übermorgen? Schließlich gibt es noch mehr Dinge zwischen Himmel und Erde.
Doch da ist dieser Eckermann aus Winsen an der Luhe, der gibt keine Ruhe. Der läßt nicht locker und macht ständig Druck. So kann man doch nicht dichten – nicht einmal Goethe.
Außerdem geistert Goethes Mutter ständig durch die Szenerie. Was sucht sie eigentlich in diesem Stück?
Alles gerät durcheinander. Wer spielt mit wem? Steckt hinter diesem Chaos vielleicht doch ein geheimer Plan? Bald kann sich keiner mehr einen Reim darauf machen. Nur der Meister natürlich, der findet immer einen und reimt und reimt und reimt ….
Aber das Ende kommt, wenn auch etwas unerwartet, plötzlich.

Ein Spektakel um Goethe, den Weltgeist, die Sprache und um das, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Spieler: Michael Staemmler
Figuren: Michael Staemmler
Szenografie und Regie: Frank Diersch

2000

Herr Bohm und der Hering

Herr Bohm wohnt in Poppenbüttel. Poppenbüttel ist eine kleine Stadt am Meer. Im Meer gibt es viele Fische. Auch im Laden von Herr Tütke gibt es Fische. Frau Ahlborn ißt gern Fisch, am liebsten Kochfisch.
Warum, fragt Herr Bohm, warum leben Fische nur im Wasser?
Weil’s Fische sind, sagt Herr Tütke.
Herr Bohm geht ans Meer. Vielleicht leben Fische nur aus alter Gewohnheit im Wasser? Was wäre, denkt sich Herr Bohm, was wäre, wenn Fische an Land leben würden.
Das wäre doch ein verrückte Geschichte…
Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und Tieren sind rein zufällig.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren, Szenografie: Michael Staemmler

2001

NACHTZUG PH 14/15

Zwei Reisende – Eine unvorhergesehene Zwischenstation. Ein Ort zwischen gestern und morgen: Der Lautsprecher redet Nonsens. Der Fahrplan ist außer Kraft gesetzt. Die Uhr dreht durch. Zeitungen werden zerlesen. Die Bar ist überflüssig.
Ein Sandwich – gegessen. Koffer outen sich. Stühle werden verrückt. Das Telefon hat Kommunikationsprobleme.
Jetzt hilft nur noch, was man bei sich hat: Koffer, Proviant, Zeitung, Gespräche von gestern.
Die beiden Reisenden packen aus – die ganze Palette zwischenmenschlicher Spiele und Spielchen.
Ein harter Wettkampf entwickelt sich.
Wer gewinnt ?
Ein Stichwort gibt das andere, Zug um Zug kommen sich die beiden näher und merken schnell, dass die Reise weitergeht, auch wenn kein Zug fährt.
So wird aus einer einfachen Reise-Begegnung ein Spiel mit vollem Einsatz und vollem Risiko: Skurril, absurd, grotesk und sehr humorvoll.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Szenografie und Regie: Frank Diersch
Sound: Michael Staemmler

2002

FRÄULEIN PAULA
Ein kleines Stück über die Zeit

Fräulein Paula schafft es nie, pünktlich zu sein, immer ist sie ein Stück über die Zeit.
Kommt sie zu spät – oder sind die anderen zu früh?
Geht ihre Uhr vielleicht nach dem Mond?
Eines Tages stolpert Fräulein Paula über eine alte Holzkiste und darauf sitzt ….ihr Großvater: Und schon ist sie mitten drin in einer seltsamen Zeitreise: Die hölzerne Kaffeemühle dreht sich, Frau Maushake erzählt Opern, silberne Löffel werden gestohlen und wieder abgegeben, der Erlkönig geistert durch den Wald, Oma rezitiert Gedichte und der alte Mond wandert über den Himmel.
Fräulein Paula fallen Lieder, Reime und Geschichten ein, die sie gesungen und gespielt hat – damals, als sie ein kleines Mädchen war und ihr Großvater die Zeit anhalten konnte.

Spieler: Mechthild Staemmler
Figuren, Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Regie: Michael Staemmler

2003

OH WIE SCHÖN IST PANAMA
nach dem Buch von Janosch

Auf der Bühne ein großer Pappkarton. Wenn er aufgeht, öffnet sich vor den Augen der Zuschauer eine kleine Welt: Die Welt vom kleinen Bären und vom kleinen Tiger. Kleiner Bär geht jeden Tag zum Fluss Fische angeln und Kleiner Tiger geht in den Wald Pilze finden.
Eines Tages fischt Kleiner Bär aus dem Fluss eine Kiste, die überall und wunderbar nach Bananen riecht, eine Kiste aus Panama. Und das ist der Beginn einer wunderbaren Reise. Unterwegs begegnen sie der Maus, dem Fuchs, der Kuh, dem Hasen und dem Igel, sie erfahren wie die Welt von oben aussieht und wie gemütlich ein Plüschsofa ist.

Spieler: Michael Staemmler
Figuren: Michael Staemmler, Johanna Jepsen
Musik: Kai Leinweber
Szenografie: Michael Staemmler
Regie: Mechthild Staemmler

2004

Wilhelm Busch
VOM BILD ZUM ORIGINAL

Eine einmalige und außergewöhnliche Ausstellung ist im Brotmuseum Ebergötzen ab 18.00 Uhr zu bestaunen. Es ist dem extra für diesen Zweck von Mechthild und Michael Staemmler gegründeten Institut für Außergewöhnliche Ausstellungen (IAA) gelungen, eine in ihrer Originalität einzigartigen Ausstellung mit über 50 Fundstücken aus den Bildergeschichten des Karikaturisten Wilhelm Busch zusammenzustellen. Unter anderem sind zu bestaunen: der Hohle Zahn von Friedrich Kracke, die Säge, mit der Max und Moritz die Mühlbachbrücke angesägt haben, die Brille von Lehrer Lämpel, der Schlüssel der Dorfkirche in Ebergötzen, die Gewehrkugel, mit der Fips, der Affe erschossen wurde, sogar der Heiligenschein des Heiligen Antonius von Padua und die Asche der frommen Helene befinden sich unter den Ausstellungsobjekten.

Langjährige Recherchen, aufwendige Restaurierungen, sowie eine systematische Korrespondenzanalyse führten zu dieser Ausstellung, die in ihrer Art einmalig ist .
Idee und Ausführung:
Mechthild und Michael  Staemmler

Die  Ausstellung war unter anderem auch im Wilhelm Busch Haus in Mechtshausen zu sehen.

2004

BILDER EINER AUSSTELLUNG

Dem Institut für Außergewöhnliche Ausstellungen ist es nach langwieriger Vorbereitung gelungen, die musikalischen Gemälde zu visualisieren und Mussorgskys Bilder einer Ausstellung in außergewöhnlicher Art zu präsentieren. Dabei verlaufen sich die beiden Mitarbeiter des Instituts im Labyrinth der Kunsttheorie, stoßen zwischen Tuilerien und Katakomben auf seltsame Funde und finden zum Schluss dennoch den Ausgang: Das große Tor von Kiew.

In einer Mischung aus Schauspiel und Schattentheater entstehen ganz eigene Bilder zu der Musik von Modest Mussorgsky.

Spieler: Mechthild Staemmler, Bernd van Werven
Szenografie Heide Hübener
Regie: Michael Staemmler

2005

VOM FISCHER UND SEINER FRAU

Wer wünscht sich das nicht: Einen Sechser im Lotto, den Hauptgewinn in der Glückslotterie?
Der Fischer Hans Dudeldei und seine Frau Ilsebill haben endlich mal Glück. Hans fängt eines Tages einen Butt, der ein verwunschener Prinz ist. Und wenn man einen verwunschenen Prinzen fängt und wieder frei lässt, dann kann man sich was wünschen, das weiß ja jeder. Die Freude ist groß und man muss auch nicht lange überlegen. Endlich raus aus dem Pisspott in ein anständiges kleines Eigenheim. Der große Traum vom kleinen Glück wird wahr. Doch schon nach kurzer Zeit überschlagen sich die Ereignisse. Das Glücksrad dreht sich immer schneller, Glücksträume werden zu Alpträumen und es gibt kein Entkommen. Oder doch? Hans Dudeldei jedenfalls kann am Ende sagen: Glück gehabt.
Zwei Kochlöffel, ein alter Suppentopf und ein paar Holzkisten – mit wenigen Requisiten wird die Geschichte lebendig. Hans und Ilsebill kommen dem Zuschauer merkwürdig bekannt vor und nach der Vorstellung hat man einen eigenartigen Appetit auf Kartoffelsuppe mit Würstchen. Oder soll’s doch lieber Butt sein?

Spielerin: Mechthild Staemmler
Figuren und Szenografie: Mechthild Staemmler
Musik: Kai Leineweber
Regie. Michael Staemmler 

2007

EIN SCHAF FÜR’S LEBEN
Nach dem Buch von Maritgen Matter

In einer kalten Nacht stapft ein einsamer Wolf durch den Wald. Der Wolf hat Hunger, sehr großen Hunger. Auf einem Bauernhof trifft er ein Schaf, ein Provinzschaf. Das Schaf an Ort und Stelle aufzufressen, würde zu viel Aufsehen erregen. Dem Wolf gelingt es das Schaf zu einer gemeinsamen Schlittenfahrt zu überreden. Was für das Schaf ein wunderbar aufregender Ausflug ist, ist für den Wolf nur Mittel zum Zweck. Der Ausflug entwickelt sich zu einer aufregenden Geschichte, denn der Wolf findet das Schaf fast gegen seinen Willen „famos“. Hätte er nur nicht so einen unsäglichen Hunger: Wer weiß, was geschehen wäre, wenn der Wolf nicht im Eis eingebrochen wäre? Diese seltsame Reise durch die Nacht nimmt eine überraschende Wendung: das Schaf rettet dem Wolf das Leben… Ist das Schaf wirklich so naiv, oder weiß es, dass Erfahrungen eben nur machen kann, wer über den eigenen Futtertrog schaut, einmal seinen eigenen Stall verlässt und auf große Fahrt geht. Wer bereit ist, dabei auch ein Risiko einzugehen. Und so endet die Geschichte mit der Erkenntnis, dass Liebe zwar durch den Magen geht, man sich deswegen aber nicht gleich auffressen muss.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren: Mechtild Nienhaber
Musik und Regie: Dietmar Staskowiak

2008

ORPHEUS IN DER UNTERWELT
Frei nach Jaques Offenbach


Willkommen in der Unterwelt!
Irgendwann gibt jeder seinen Löffel ab und kommt hierher.
Am Anfang erscheint einem alles noch etwas merkwürdig, doch mit der Zeit, wenn es noch welche geben würde, merkt man, es ist gar nicht so viel anders. Eurydike, die Schöne, ist für den Zimmerservice zuständig, Hans Styx für die Neuzugänge. Alles läuft wie immer. Doch dann gehen die olympischen  Spiele in die nächste Runde. Amüsement auf höchster Ebene. Der Göttervater Jupiter gegen Pluto, den Herrscher der Unterwelt: Eurydike darf noch einmal auf die Erde zurückkehren, Orpheus begeht unschuldig einen Mord, die Götter steigen vom Olymp und die Unterwelt gerät aus den Fugen.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren und Szenografie: Franziska Schmidt & GINGGANZ
Musik und Regie: Dietmar Staskowiak

2010

WAS WAR ZUERST DA?

Huhn oder Ei – was war zuerst da? Nicht alle Hühner machen sich darüber Gedanken. Die meisten legen ihre Eier und gut. Die kleine Henne Gerlinde will mehr vom Leben erfahren. Sie packt ihren Koffer und geht los in die weite Welt. Unterwegs trifft sie schließlich den höflichen Hahn Alfred. Und als dann aus ihrem Ei ein wundervolles Küken schlüpft, glaubt sie, die Antwort gefunden zu haben. Doch halt! – auch kleine Küken werden größer und stellen Fragen. Und Augustine ist mindestens genauso wissbegierig wie Gerlinde. So ziehen sie zu dritt weiter, denn wer sich nicht von der Stelle bewegt, kann natürlich nichts rauskriegen.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren und Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Musik und Regie: Dietmar Staskowiak

2010

WIE IM HIMMEL SO AUF ERDEN

Erkundungen in der Klosterkirche Bursfelde

Zum Bodendienst verpflichtet zu werden, ist für Engel so ziemlich das letzte, denn wer einmal die himmlische Leichtigkeit erfahren hat, der kann auf die irdische Schwere durchaus verzichten.
Zwei Engel landen in einer alten romanischen Klosterkirche und sollen die Besucher durch die Kirche führen. Bei ihren Begegnungen mit diversen Heiligen und Scheinheiligen machen die beiden überraschende Entdeckungen. Denn dass Engel die irdischen Realität etwas anders sehen, versteht sich von selbst.
Musikalisch begleitet werden sie bei ihren Erkundungen von Paula Fuchs auf dem Cello u.a. mit Auszügen aus den Cellosuiten von Johann Sebastian Bach.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Cello:  Paula Fuchs
Figuren:  Mechthild und Michael Staemmler
Regie: Dietmar Staskowiak

2011

ALLE  JAHRE WIEDER –

Die Weihnachtsgeschichte

Es begab sich aber zu der Zeit …
Kenn ich, kenn ich! Stille Nacht, Heilige Nacht, Engelein, oh Du fröhliche und Ohwie lacht –
Prima Halleluja!
Doch so einfach ist es nicht. Da kann eine Menge schief gehen.
Angela und Michael, zwei Engel aus der Menge der himmlischen Heerscharen, waren damals dabei. Nicht an erster Stelle, aber immerhin –
Sie haben den Stern angeknipst, Joseph und Maria auf dem Weg nach Bethlehem begleitet und ihnen dort eine Unterkunft organisiert, sie waren auch bei den Hirten auf dem Feld und haben zwei Heiligendreikönigen gezeigt, wo’s langgeht.
Wenn Angela und Michael anfangen, zu erzählen, dann kann man am Ende heute noch froh sein, dass damals alles so geklappt hat.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Figuren: Helga Wagner 
Regie: Dietmar Staskowiak

2012

DAS LEBEN GEHT WEITER ALS MAN DENKT

In der kleinen Nachtbar Chez Laurette treffen sich jeden Abend die verrücktesten Figuren: gescheiterte Existenzen, Lebenshungrige und Lebenssatte. Man redet und trinkt, man spielt und singt. Fast jeder Wunsch wird von der Chefin Laurette, dem Pianisten Claude und den beiden Kellnern Mathilde und Michel erfüllt. Und je später der Abend, desto abgehobener die Gäste.
Eine Revue durch die Höhen und Tiefen des Lebens, Szenen von abgrundtiefer Heiterkeit, gerührt, geschüttelt und gemixt mit Chansons von Edith Piaf, Thomas Fersen, Jacques Brel, Les Négresses Vertes und anderen.
Service und Gesang: Ghislaine Seydler
Piano, Klarinette und Akkordeon: Thorsten Seydler
An der Theke: Mechthild Staemmler
Am Empfang und am Akkordeon: Michael Staemmler

Coproduktion Gingganz & Duo Entre Nous

2013

DUNKEL WAR’S, DER MOND SCHIEN HELLE

Wenn sich Frau Blume und Herr Morgenstern treffen, passieren seltsame Sachen: Ein männlicher Briefmark verliebt sich, aus den Meer taucht die Hochseekuh auf. Ochsen Boxen, morgens früh um sechs kommt die kleine Hex und zuweilen läuft sogar die Uhr rückwärts. Die beiden holen den Mond vom Himmel, lassen zwei Ameisen nach Australien reisen und ein Schiff auf einem Berggipfel stranden.
Frau Blume findet in ihrer Klimbimkiste immer noch einen Reim und Herr Morgenstern hat in seinem Akkordeon immer noch ein Lied.
Gereimtes und Ungereimtes, Lieder und Gedichte von Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Franz Hohler, Joseph Guggenmoos und anderen.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Regie: Gingganz und Dietmar Staskowiak

2016

WIE EIN FLUSS ZWISCHEN ZWEI UFERN

Für den Reformator Martin Luther sind die Psalmen ein „Sturmwind der Gefühle“.
Biblische Psalmen in der Übersetzung von Martin Luther und neuere Übertragungen, Psalmgedichte des seit 1965 in München lebenden Exiliraners SAID, Cellokompositionen vom Barock bis zur Gegenwart und  Schatten- und Figurentheaterszenen – Ein Programm über die Kraft und Zerbrechlichkeit des Menschen.

Spieler: Mechthild und Michael Staemmler
Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Musik: Paula Fuchs, Cello

2019

DER GESTREIFTE KATER UND DIE SCHWALBE SINHÁ

Kinder, Kinder, Kinder, das ist eine Geschichte:
Die Schwalbe Sinhá und ihre Mutter sind wieder zurück in dem kleinen Dorf, Clara Kuh hat in der Molkerei zu tun, Herr Ernst sorgt für Ordnung, die Küken von Frau Henne üben ihre Akrobatiknummern für das Dorffest und Eule kommt von der Nachtschicht.
Ein friedliches Dorf ist das. Wenn nur der gestreifte Kater nicht wäre. Niemand ist so grässlich und so gemein, behauptet Herr Papagei, und der weiß Bescheid. Wenn irgendetwas Schlimmes im Dorf geschieht, war es der gestreifte Kater. Ist doch klar, meint auch Clara Kuh, das wissen doch alle. Und dann befreunden sich die Schwalbe Sinhá und der gestreifte Kater. Im ganzen Dorf wird getratscht und die Gerüchteküche brodelt. Clara Kuh ist entsetzt: Um Himmels Willen, das geht doch gar nicht. Eine Schwalbe und ein Kater. Und auch Herr Ernst findet das nicht in Ordnung. Die arme Schwalbe, meint Herr Papagei. Und die drei beschließen:
Der Kater muss weg!
Doch das eine ist, was die Leute reden und das andere ist, was stimmt. Das weiß auch die Schwalbe Sinhá und sie hält zu ihrem neuen Freund. Und dann kommt alles ganz anders.
Eine Geschichte, wie sie hier und da und dort und überall genauso passieren könnte.

Spieler: Michael Staemmler
Figuren und Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Musik und Regie: Dietmar Staskowiak

2020

DON QUICHOTTE – EIN SPIEL

So ist es nun gekommen: Don Quichotte von der Mancha, der Ritter von der traurigen Gestalt ist tot und begraben. Übrig geblieben von den großartigen Abenteuern sind ein Haufen Blech und das Gespött der Leute.
Da sitzt Sancho Panza nun vor dem Bildschirm, seiner virtuelle Stammkneipe, und erinnert sich an seine Zeit mit dem Ritter von der traurigen Gestalt und an all die Abenteuer, die sie zusammen erlebt haben. Nur gut, dass er alles festgehalten hat in Bildern, Videos, Texten und Tönen. Natürlich hat er das eine oder andere etwas aufgehübscht, das macht schließlich jeder.
Und durch die Brille der Erinnerung sieht manches auch ganz anders aus. Oder war es in Wirklichkeit doch so? Oder ist alles nur erfunden? Das behauptet dieser Miguel de Cervantes, er habe den Roman schließlich geschrieben.
Schreiben kann man viel, sagt Sancho, ich muss doch wohl am besten wissen, wie es war, denn ich war dabei. Und Sancho Panza erzählt so von den tragikkomischen und absurden Abenteuern, die er mit Don Quichotte erlebt hat, als wäre alles gerade erst passiert.
Flachfiguren, Objekte und der Spieler werden life gemixt, zerlegt und wieder zusammengesetzt, mit Beamer an die Wand geworfen und wieder aufgesammelt.

Spieler: Michael Staemmler
Grafik und Figuren: Maja Oschmann; Michael Staemmler
Szenografie: Thomas Rumpf
Musik und Regie: Dietmar Staskowiak

2022

DIE DREI SCHWEINCHEN UND DER WOLF

Endlich – Mama Sau bekommt Post von ihren Kindern. Vor einem Jahr sind sie losgezogen in die große weite Welt. „Bleibt gesund und schreibt mir mal, wie es euch so geht“ hat Mama Sau noch gesagt, „und hütet euch vor dem bösen Wolf.“ „Ist doch klar: Einer für alle und alle für einen!“ sagen die drei Schweinchen,  und los geht’s.
Doch der böse Wolf ist ihnen auf der Spur. Was für ein Glück, dass die drei Schweinchen zusammenhalten und auch in der größten Gefahr füreinander einstehen. Und so können sie nun schreiben:
Liebe Mama, uns geht’s gut… und wir haben den Wolf besiegt!
Ende gut – Alles gut! Na was für ein Glück.

Spieler: Michael Staemmler
Figuren und Szenografie: Mechthild und Michael Staemmler
Musik und Regie: Dietmar Staskowiak

 

Gehe zu: